FAQ – China-Import, Seefracht, Bahnfracht, Luftfracht & Zoll
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um den Import aus China nach Deutschland – von Seefracht, Bahnfracht und Luftfracht bis hin zu Zoll, Incoterms und Amazon FBA.
Unsere FAQ richtet sich an D2C-Brands, Amazon-Seller und mittelständische Unternehmen, die ihre Lieferkette planbar und effizient gestalten möchten.
Grundlagen: Import aus China nach Deutschland
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Ein Import aus China nach Deutschland folgt einem klar strukturierten Ablauf – von der Produktionsfertigmeldung bis zur Zustellung im Lager.
Zunächst wird die Ware beim chinesischen Lieferanten fertiggestellt. Abhängig vom vereinbarten Incoterm (z. B. EXW oder FOB) erfolgt entweder die Abholung direkt beim Werk oder die Übergabe am Abgangshafen. Anschließend wird die Ware exportverzollt und per Seefracht, Bahnfracht oder Luftfracht nach Europa transportiert.
Nach Ankunft in Deutschland oder Rotterdam erfolgt die Importverzollung. Danach wird die Ware per LKW oder Bahn zum endgültigen Bestimmungsort transportiert.
Ein professionell organisierter China-Import umfasst:
Vorlauf in China
Exportabwicklung
Haupttransport
Importzoll
Eine saubere Dokumentenvorbereitung und transparente Zeitplanung sind entscheidend, um Verzögerungen zu vermeiden.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Leitfaden für den Import aus China
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Ein China-Import besteht typischerweise aus sieben Kernschritten:
Produktionsabschluss beim Lieferanten
Terminabstimmung und Transportbuchung
Abholung oder Hafenanlieferung
Exportzoll in China
Haupttransport (See, Bahn oder Luft)
Importverzollung in Europa
Zustellung ins Lager
Je nach Transportart unterscheiden sich Laufzeit und Kosten erheblich. Seefracht ist wirtschaftlich für größere Volumina, Bahnfracht bietet einen guten Mittelweg zwischen Kosten und Geschwindigkeit, während Luftfracht für zeitkritische Sendungen geeignet ist.
Wichtig ist eine frühzeitige Planung – insbesondere bei saisonalen Produkten oder Amazon-FBA-Sendungen.
Ein strukturierter Ablauf minimiert Risiken wie Container-Standgeld, Zollverzögerungen oder Lieferengpässe.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Leitfaden für den Import aus China
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Die Gesamtdauer eines Imports aus China nach Deutschland hängt von Transportart, Saison und Abgangsort ab.
Typische Zeiträume 2026:
Seefracht: 40–55 Tage Gesamttransit
Bahntransport: 20–28 Tage
Luftfracht: 5–10 Tage
Dabei setzt sich die Laufzeit aus mehreren Komponenten zusammen:
Produktionsfreigabe
Vorlauf in China
Transitzeit
Verzögerungen entstehen häufig durch unvollständige Dokumente oder langsame Containerabholung im Hafen.
Eine proaktive Koordination kann mehrere Tage einsparen – was besonders für D2C-Brands oder Amazon-Seller entscheidend sein kann.
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Beim Import aus China bestehen verschiedene operative und wirtschaftliche Risiken:
Verzögerungen durch Kapazitätsengpässe
Zollprobleme aufgrund falscher HS-Codes
Antidumpingzölle
Container-Standgeld (Demurrage/Detention)
Fehlende oder fehlerhafte Dokumente
Beschädigungen bei LCL-Sendungen
Out-of-Stock durch falsche Laufzeitplanung
Ein weiteres Risiko ist die falsche Wahl des Incoterms, wodurch unerwartete Zusatzkosten entstehen können.
Professionelle Planung, transparente Kostenstruktur und frühzeitige Dokumentenprüfung reduzieren diese Risiken erheblich.
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Für einen Import aus China nach Deutschland werden in der Regel folgende Dokumente benötigt:
Handelsrechnung (Commercial Invoice)
Packliste
Bill of Lading (Seefracht) oder Air Waybill (Luftfracht)
EORI-Nummer
ggf. Ursprungsnachweis
ggf. Produktspezifische Zertifikate
Die Handelsrechnung muss genaue Warenbeschreibung, HS-Code und Warenwert enthalten.
Fehlerhafte Angaben können zu Zollverzögerungen oder Nachforderungen führen.
Eine vollständige Dokumentenprüfung vor Abfahrt der Ware ist entscheidend für einen reibungslosen Ablauf.
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Die Wahl zwischen Seefracht, Bahnfracht und Luftfracht hängt ab von:
Volumen (CBM)
Gewicht
Warenwert
Zeitdruck
Cashflow
Lagerbestand
Seefracht eignet sich für große Volumina mit geringem Zeitdruck.
Bahntransport ist ideal bei mittlerem Zeitdruck und mittlerem Budget.
Luftfracht empfiehlt sich bei zeitkritischen oder hochpreisigen Produkten.Viele erfolgreiche Importeure kombinieren mehrere Transportarten strategisch, um Risiko und Kosten zu optimieren.
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Bei regelmäßigen Bestellungen ist eine vorausschauende Supply-Chain-Planung entscheidend.
Wichtige Faktoren:
Produktionszeit beim Lieferanten
Transportlaufzeit
Zoll- und Nachlaufzeiten
Sicherheitsbestand im Lager
Saisonale Schwankungen
Viele D2C-Brands arbeiten mit rollierenden Forecasts und kombinieren Seefracht als Basislösung mit Bahn- oder Luftfracht als Backup.
Eine stabile Planung reduziert Lagerkosten und vermeidet teure Notfalltransporte.
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Out-of-Stock entsteht meist durch falsche Laufzeitplanung oder fehlende Puffer.
Strategien zur Vermeidung:
realistische Transitzeiten kalkulieren
Peak Season berücksichtigen
Transportarten kombinieren
frühzeitige Buchung sichern
Sicherheitsbestand definieren
Dokumente rechtzeitig prüfen
Gerade bei Amazon-FBA oder stark wachsenden D2C-Brands ist eine flexible Transportstrategie entscheidend.
Ein professionell organisierter China-Import berücksichtigt nicht nur Transport – sondern die gesamte Absatz- und Lagerstrategie.
Seefracht (FCL & LCL) – Detailfragen
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FCL steht für Full Container Load. Das bedeutet, dass ein kompletter Container ausschließlich für die Ware eines einzigen Versenders genutzt wird.
Beim FCL-Transport wird der Container direkt beim Lieferanten beladen und in der Regel erst am Zielort wieder geöffnet. Dadurch entstehen weniger Umladungen und ein geringeres Beschädigungsrisiko.
FCL eignet sich besonders für:
größere Sendungsvolumen
regelmäßige Importe
empfindliche Ware
zeitkritischere Lieferketten
Im Vergleich zu LCL ist FCL meist schneller und planbarer. Zudem lassen sich Standzeiten im Hafen besser kontrollieren.
Für Unternehmen mit monatlichen Bestellungen ist FCL häufig die wirtschaftlich stabilste Lösung im China–Europa-Verkehr.
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LCL bedeutet Less than Container Load. Dabei teilen sich mehrere Versender einen Container.
Die Ware wird im Abgangshafen konsolidiert und im Zielhafen wieder separiert. Dadurch entstehen zusätzliche Umschlagsprozesse.
LCL eignet sich für:
kleinere Sendungen unter 15 CBM
Testbestellungen
Erstimporte
Allerdings sind LCL-Sendungen anfälliger für Verzögerungen, da sie von mehreren Parteien abhängig sind.
Bei steigenden Volumina lohnt sich häufig der Umstieg auf FCL, um Kosten pro Einheit zu senken und Laufzeiten zu stabilisieren.
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Ein 20’ Container lohnt sich in der Regel ab 15–18 CBM oder wenn das Gewicht nahe an die Nutzlastgrenze kommt.
Typische Vorteile eines 20’ FCL:
stabile Laufzeit
geringere Beschädigungsgefahr
weniger Umschlag
bessere Planbarkeit
Bei monatlichen Sendungen ist ein eigener 20’ Container oft günstiger als LCL – selbst wenn er nicht vollständig ausgelastet ist.
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Ein 40HC (High Cube) Container lohnt sich meist ab 40–50 CBM.
Der 40HC bietet mehr Ladevolumen als ein Standard-40’ Container und ist ideal für voluminöse, aber leichtere Waren – z. B. E-Commerce-Produkte.
Ab einem bestimmten Volumen ist der Preis pro CBM deutlich günstiger als bei zwei 20’-Containern oder LCL-Sendungen.
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Ein 20’ Standardcontainer fasst ca. 33 CBM.
Praktisch nutzbar sind meist etwa 28–30 CBM, abhängig von Verpackung, Palettierung und Gewichtsverteilung.
Maximales Bruttogewicht liegt bei ca. 28 Tonnen – je nach Reederei.
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Ein 40HC Container fasst etwa 76 CBM.
Praktisch nutzbar sind häufig 65–72 CBM, abhängig von:
Verpackungsart
Palettenmaß
Ladeoptimierung
Für voluminöse Produkte ist der 40HC besonders effizient.
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Die Kosten für LCL pro CBM hängen ab von:
Abgangshafen
Zielhafen
Saison
Zuschlägen
Mindestabrechnungsvolumen
Typischerweise setzen sich LCL-Kosten aus:
Seefrachtrate pro CBM
THC
Handling
Dokumentengebühren
Nachlauf
Zusätzlich können Mindestberechnungen greifen (z. B. 1 CBM Minimum).
Eine All-in-Kalkulation ist entscheidend für einen realistischen Vergleich.
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Bei LCL wird die Seefracht meist pro CBM berechnet.
Formel:
Länge × Breite × Höhe (in Metern) = Volumen in CBM
Abgerechnet wird häufig das höhere Maß aus:
tatsächlichem Volumen
oder Mindestvolumen
Bei FCL wird nicht pro CBM, sondern pauschal pro Container kalkuliert.
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Der Bunkerzuschlag (BAF – Bunker Adjustment Factor) ist ein Aufschlag auf die Seefrachtrate, der Schwankungen bei Treibstoffpreisen ausgleicht.
Da Schiffe große Mengen Schweröl verbrauchen, beeinflusst der Ölpreis direkt die Transportkosten.
Der Zuschlag variiert je nach Marktphase.
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Der Peak Season Surcharge (PSS) ist ein saisonaler Aufschlag, der bei hoher Transportnachfrage erhoben wird.
Typisch ist dies im Zeitraum vor Weihnachten oder während Produktionsspitzen in China.
Der Zuschlag dient der Kapazitätssteuerung.
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THC steht für Terminal Handling Charges.
Dabei handelt es sich um Gebühren für:
Containerentladung
Lagerung im Hafen
Terminalabwicklung
THC fallen sowohl im Abgangs- als auch im Zielhafen an.
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Die Bill of Lading (B/L) ist das zentrale Transportdokument in der Seefracht.
Sie dient als:
Frachtvertrag
Eigentumsnachweis
Empfangsbestätigung
Ohne Bill of Lading kann die Ware im Zielhafen nicht freigegeben werden.
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Beim Telex Release wird auf die physische Vorlage des Original-Bill-of-Lading verzichtet.
Nach Freigabe durch den Versender kann die Ware im Zielhafen ohne Dokumentversand ausgeliefert werden.
Das spart Zeit und reduziert Verzögerungen.
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Demurrage: Standgebühren im Hafen
Detention: Standgebühren außerhalb des HafensDiese Kosten entstehen, wenn Container nicht innerhalb der freien Tage abgeholt oder zurückgegeben werden.
Sie können schnell mehrere hundert Euro pro Tag betragen.
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Bei der Fiskalverzollung wird die Ware in den Niederlanden verzollt und anschließend steuerfrei nach Deutschland transportiert.
Die Einfuhrumsatzsteuer wird später über die Umsatzsteuervoranmeldung abgeführt.
Das kann Liquiditätsvorteile bringen.
Bahnfracht / Rail Freight China–Europa
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Bahntransport lohnt sich besonders bei:
mittlerem Zeitdruck
drohendem Out-of-Stock
saisonalen Produkten
hohem Warenwert
Cashflow-Optimierung
Viele D2C-Brands nutzen Rail als Pufferlösung zwischen zwei Seefracht-Containern.
Erfahre mehr zur Bahnfracht in unserem Blog: Bahnfracht von China nach Deutschland
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Geeignet sind:
Konsumgüter
E-Commerce-Produkte
Elektronik
Textilien
Ersatzteile
Weniger geeignet sind extrem zeitkritische Waren (hier Luftfracht) oder sehr große Volumina ohne Zeitdruck (hier Seefracht).
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Ja. Container werden wie bei Seefracht versiegelt transportiert.
Risiken bestehen hauptsächlich durch:
Zollprüfungen an Grenzübergängen
Kapazitätsengpässe
geopolitische Entwicklungen
Mit professioneller Planung sind Rail-Transporte jedoch sehr stabil.
Erfahre mehr zur Bahnfracht in unserem Blog: Bahnfracht von China nach Deutschland
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Wichtige Rail-Hubs sind:
Chongqing
Xi’an
Zhengzhou
Chengdu
Shenzhen
Wuhan
Von dort fahren regelmäßig Züge nach Europa, häufig nach Duisburg.
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Die Zollprozesse ähneln der Seefracht:
Exportzoll in China
Transit durch mehrere Länder
Importverzollung in Deutschland oder über Rotterdam
Eine korrekte Dokumentenvorbereitung ist entscheidend, um Verzögerungen an Grenzübergängen zu vermeiden.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Ablauf der Zollabwicklung
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Ja. Rail verursacht deutlich weniger CO₂-Emissionen als Luftfracht.
Für Unternehmen mit Nachhaltigkeitsstrategie ist Bahn eine gute Balance aus Geschwindigkeit und Umweltaspekt.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Wieso Bahnfracht immer beliebter wird
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Der Geschwindigkeitsvorteil entsteht durch:
kürzere Transitzeit
weniger Hafenumschläge
schnellere Abfertigung
geringere Abhängigkeit von See-Routen
Mit effizienter Vor- und Nachlaufkoordination lassen sich zusätzlich mehrere Tage einsparen.
Erfahre mehr darüber in unserem Blog: Wieso Bahnfracht immer beliebter wird
Luftfracht & Expressversand
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Die Luftfracht von China nach Deutschland dauert in der Regel 3 bis 7 Tage Flughafen zu Flughafen. Rechnet man Abholung, Zollabwicklung und Zustellung hinzu, liegt die Gesamtlaufzeit meist bei 5 bis 10 Tagen.
Die genaue Transitzeit hängt ab von:
Abflughafen (z. B. Shanghai, Shenzhen, Hongkong)
Zielflughafen (z. B. Frankfurt, Leipzig, Amsterdam)
Direktflug oder Umladung
Zollfreigabe
Luftfracht ist damit die schnellste Transportlösung zwischen China und Europa und eignet sich besonders für zeitkritische oder hochpreisige Ware.
Erfahre mehr zur Laufzeit in unserem Blog: Transitzeit - Welche Route lohnt sich wirklich?
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Die Kosten für Luftfracht hängen stark ab von:
Gewicht
Volumen
Chargeable Weight
Saison
Treibstoffzuschlägen
Dringlichkeit
Abgerechnet wird in der Regel pro Kilogramm – basierend auf dem höheren Wert aus tatsächlichem Gewicht oder Volumengewicht.
In Peak-Phasen (z. B. vor Weihnachten) steigen die Raten deutlich. Daher ist eine frühzeitige Planung entscheidend.
Luftfracht ist teurer als See- oder Bahnfracht – kann aber wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn Out-of-Stock oder Produktionsstillstand drohen.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Kostenvergleich der einzelnen Frachtarten
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Beim Lufttransport wird immer das höhere Gewicht berechnet:
tatsächliches Bruttogewicht
oder Volumengewicht
Die Berechnung des Volumengewichts erfolgt mit der Formel:
Länge × Breite × Höhe (in cm) ÷ 6.000
Das Ergebnis ergibt das sogenannte Chargeable Weight in Kilogramm.
Gerade bei leichten, aber voluminösen Produkten wird häufig das Volumengewicht berechnet.
Eine saubere Verpackungsoptimierung kann die Kosten erheblich beeinflussen.
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Luftfracht lohnt sich insbesondere bei:
drohendem Out-of-Stock
Produkteinführungen
Ersatzteilen
saisonalen Peaks
hohem Warenwert
dringenden Lieferterminen
Viele D2C-Brands nutzen Luftfracht strategisch als Überbrückung zwischen zwei Seefracht-Containern.
In manchen Fällen ist eine schnelle Luftsendung günstiger als Umsatzverlust durch Lieferengpässe.
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Wichtige Abflughäfen in China:
Shanghai (PVG)
Shenzhen (SZX)
Guangzhou (CAN)
Hongkong (HKG)
Beijing (PEK)
Wichtige Zielflughäfen in Deutschland:
Frankfurt (FRA)
Leipzig (LEJ)
München (MUC)
Die Wahl des Flughafens beeinflusst Laufzeit und Preis.
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Luftfracht (Air Freight) wird meist über Spediteure organisiert und ist ideal für größere Sendungen oder Palettenware.
Expressversand (z. B. Kurierdienste) eignet sich eher für kleinere, einzelne Pakete mit sehr kurzer Laufzeit.
Bei größeren Sendungen ist klassische Luftfracht meist wirtschaftlicher als Express-Kurierdienste.
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Bei Luftfracht erfolgt die Zollanmeldung meist direkt nach Ankunft am Flughafen.
Benötigt werden:
Handelsrechnung
Packliste
Air Waybill
EORI-Nummer
Da die Ware sehr schnell ankommt, ist eine rechtzeitige Dokumentenvorbereitung entscheidend, um Verzögerungen zu vermeiden.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Ablauf der Zollabwicklung
Incoterms & Verantwortung
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Incoterms (International Commercial Terms) sind internationale Handelsregeln, die festlegen, wer beim internationalen Warenversand welche Verantwortung, Kosten und Risiken trägt.
Beim Import aus China regeln Incoterms insbesondere:
Wer organisiert den Transport?
Wer zahlt die Fracht?
Wer übernimmt die Versicherung?
Wer trägt das Risiko bei Schäden?
Wer kümmert sich um Export- und Importzoll?
Die falsche Wahl des Incoterms kann zu unerwarteten Zusatzkosten oder organisatorischen Problemen führen.
Gerade bei Erstimporten ist es entscheidend, den Incoterm strategisch zu wählen – nicht einfach den Vorschlag des Lieferanten zu akzeptieren.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Incoterms einfach erklärt
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EXW (Ex Works) bedeutet, dass der Verkäufer die Ware lediglich am eigenen Werk bereitstellt.
Ab diesem Punkt trägt der Käufer:
Abholung beim Werk
Exportabwicklung in China
Haupttransport
Versicherung
Importzoll
Nachlauf
EXW wirkt auf den ersten Blick günstig, da der Produktpreis oft niedriger erscheint. In der Praxis entstehen jedoch häufig zusätzliche Kosten durch:
Exportgebühren
lokale Handlingkosten
Koordinationsaufwand
EXW eignet sich eher für erfahrene Importeure mit etablierten Logistikstrukturen.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Incoterms einfach erklärt
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FOB (Free On Board) bedeutet, dass der Verkäufer die Ware bis zur Verladung auf das Schiff im Abgangshafen organisiert und bezahlt.
Ab dem Moment der Verladung übernimmt der Käufer:
Seefracht
Versicherung
Importzoll
Nachlauf
FOB ist einer der am häufigsten genutzten Incoterms beim China-Import, da:
Exportformalitäten durch den Lieferanten erledigt werden
die Kostenstruktur transparenter ist
das Risiko klar definiert ist
Für viele D2C-Brands und mittelständische Unternehmen ist FOB wirtschaftlich und organisatorisch die stabilere Lösung.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Incoterms einfach erklärt
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Der Unterschied zwischen EXW und FOB liegt vor allem in der Exportverantwortung.
Bei EXW muss der Käufer auch die chinesische Exportabwicklung organisieren – was zusätzliche Komplexität und Kosten verursachen kann.
Bei FOB übernimmt der Lieferant die Ausfuhrformalitäten und stellt die Ware verladebereit am Hafen bereit.
In der Praxis ist FOB für viele Importeure aus China einfacher und risikoärmer.
EXW lohnt sich vor allem bei sehr erfahrenen Importeuren mit festen lokalen Partnern.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Incoterms einfach erklärt
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DAP (Delivered At Place) bedeutet, dass der Verkäufer die Ware bis zum vereinbarten Zielort liefert – jedoch ohne Importzoll und Einfuhrumsatzsteuer zu bezahlen.
Der Käufer übernimmt:
Importverzollung
Einfuhrumsatzsteuer
DAP ist für Unternehmen attraktiv, die Transportorganisation abgeben möchten, aber die Zollabwicklung selbst steuern wollen.
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Das Risiko hängt vom gewählten Incoterm ab.
Beispiel:
Bei FOB geht das Risiko beim Verladen auf das Schiff auf den Käufer über.
Bei EXW bereits bei Abholung am Werk.
Bei DAP erst bei Ankunft am Zielort.
Wichtig: Der Risikoübergang ist nicht identisch mit dem Kostenübergang.
Eine Transportversicherung kann unabhängig vom Incoterm sinnvoll sein.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Incoterms einfach erklärt
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FOB ist sinnvoll, wenn:
Exportformalitäten beim Lieferanten bleiben sollen
klare Kostenkontrolle gewünscht ist
Seefracht selbst organisiert wird
langfristige Logistikpartnerschaft besteht
FOB bietet häufig die beste Balance zwischen Kontrolle und Aufwand.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Incoterms einfach erklärt
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Für Startups sind oft sinnvoll:
FOB bei Seefracht
DAP bei kleineren Sendungen
klare Struktur statt maximaler Eigenverantwortung
Gerade bei Erstimporten reduziert ein sinnvoll gewählter Incoterm das Risiko deutlich.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Incoterms einfach erklärt
Zoll, Einfuhr & Regulierung
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Beim Import aus China erfolgt die Zollabwicklung in mehreren Schritten. Nach Ankunft der Ware in Deutschland (oder einem anderen EU-Hafen) wird eine elektronische Zollanmeldung über das ATLAS-System eingereicht.
Für die Zollfreigabe benötigt der Zoll:
Handelsrechnung (Commercial Invoice)
Packliste
Bill of Lading oder Air Waybill
EORI-Nummer
korrekte Zolltarifnummer (HS-Code)
Der Zoll prüft Warenwert, Ursprungsland und Wareneinstufung. Nach erfolgreicher Anmeldung werden Einfuhrabgaben berechnet.
Erst nach Zollfreigabe darf die Ware weitertransportiert werden.
Eine fehlerhafte Dokumentation kann zu Verzögerungen, Prüfungen oder Nachforderungen führen.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Ablauf der Zollabwicklung
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Beim Import aus China fallen grundsätzlich zwei Hauptabgaben an:
Zollabgaben – abhängig von der Zolltarifnummer
Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) – in Deutschland aktuell 19 %
Der Zollsatz hängt von der Warengruppe ab und kann zwischen 0 % und zweistelligen Prozentwerten liegen.
Zusätzlich können Sonderabgaben wie Antidumpingzölle erhoben werden.
Die korrekte Tarifierung ist entscheidend für die richtige Berechnung.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Ablauf der Zollabwicklung
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Die Einfuhrumsatzsteuer ist vergleichbar mit der Mehrwertsteuer und beträgt in Deutschland 19 % (ermäßigt 7 % bei bestimmten Waren).
Sie wird auf den sogenannten Zollwert berechnet, also:
Warenwert + Fracht + Versicherung bis zur EU-Grenze
Für umsatzsteuerpflichtige Unternehmen ist die EUSt grundsätzlich als Vorsteuer abzugsfähig.
Allerdings bindet sie Liquidität, da sie zunächst gezahlt werden muss – außer es wird eine Fiskalverzollung genutzt.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Ablauf der Zollabwicklung
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Die EORI-Nummer (Economic Operators Registration and Identification) ist eine Identifikationsnummer für Unternehmen, die am internationalen Warenverkehr teilnehmen.
Ohne EORI-Nummer ist keine Zollanmeldung möglich.
In Deutschland wird sie über die Generalzolldirektion beantragt. Der Antrag erfolgt online und ist in der Regel kostenfrei.
Jedes importierende Unternehmen benötigt eine eigene EORI.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Ablauf der Zollabwicklung
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Die Zolltarifnummer bestimmt:
den Zollsatz
mögliche Antidumpingzölle
Einfuhrbeschränkungen
Dokumentationspflichten
Die richtige Tarifierung erfolgt anhand:
Warenbeschreibung
Material
Verwendungszweck
technischer Eigenschaften
Fehlerhafte Einstufungen können zu Nachzahlungen oder Bußgeldern führen.
Eine sorgfältige Prüfung vor dem Import ist daher entscheidend.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Ablauf der Zollabwicklung
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Antidumpingzölle sind Sonderzölle, die die EU erhebt, um den heimischen Markt vor unfair günstigen Importpreisen zu schützen.
Sie gelten nur für bestimmte Warengruppen und Ursprungsländer.
Antidumpingzölle können die Importkosten erheblich erhöhen – teilweise um mehrere Prozentpunkte zusätzlich zum regulären Zollsatz.
Vor einem Import sollte geprüft werden, ob die Ware betroffen ist.
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Bei der Fiskalverzollung wird die Ware in den Niederlanden verzollt und anschließend umsatzsteuerfrei nach Deutschland weitertransportiert.
Die Einfuhrumsatzsteuer wird nicht direkt gezahlt, sondern im Rahmen der Umsatzsteuervoranmeldung verbucht.
Das kann erhebliche Liquiditätsvorteile bringen – insbesondere bei größeren Sendungen.
Diese Lösung ist vor allem für regelmäßig importierende Unternehmen interessant.
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Standardmäßig werden benötigt:
Handelsrechnung mit detaillierter Warenbeschreibung
Packliste
Transportdokument (B/L oder AWB)
EORI-Nummer
ggf. Ursprungsnachweis
ggf. Produktspezifische Zertifikate
Fehlende oder fehlerhafte Angaben führen zu Verzögerungen.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Ablauf der Zollabwicklung
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Bestimmte Waren unterliegen:
Einfuhrbeschränkungen
Produktsicherheitsvorschriften
CE-Kennzeichnungspflichten
besonderen Genehmigungen
Beispiele sind bestimmte Chemikalien, medizinische Produkte oder sicherheitsrelevante Artikel.
Vor dem Import sollte geprüft werden, ob regulatorische Anforderungen bestehen.
D2C, Amazon FBA & E-Commerce spezifisch
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Um Ware aus China direkt zu Amazon FBA zu importieren, müssen mehrere Schritte koordiniert werden:
Produktionsfreigabe beim Lieferanten
Wahl des richtigen Incoterms (häufig FOB sinnvoll)
Transport per See-, Bahn- oder Luftfracht
Importverzollung mit eigener EORI-Nummer
Terminbuchung im Amazon-Lager (Delivery Slot)
Zustellung gemäß Amazon-Vorgaben
Wichtig ist, dass die Ware korrekt etikettiert, palletiert und gemäß den FBA-Richtlinien vorbereitet ist.
Fehler bei Kennzeichnung oder Dokumenten können zur Annahmeverweigerung führen.
Viele Amazon-Seller kombinieren Seefracht als Basislösung mit Bahn oder Luftfracht für Bestseller.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Leitfaden für den Import aus China für Anfänger
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Das hängt ab von:
Produktmarge
Warenwert
Verkaufsdynamik
Cashflow
Lagerstrategie
Seefracht ist ideal für größere Volumina mit stabilem Absatz.
Bahntransport eignet sich bei mittlerem Zeitdruck.
Luftfracht ist sinnvoll bei Launches oder Nachlieferungen.Viele D2C-Unternehmen nutzen eine Kombination, um Geschwindigkeit und Kosten zu optimieren.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Leitfaden für den Import aus China für Anfänger
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Für E-Commerce ist Planung entscheidend.
Wichtige Faktoren:
Produktionszeit in China
Transportdauer
Zollabwicklung
Lagerbestand
Marketingaktionen
Saisonale Peaks
Empfohlen wird ein rollierendes 90-Tage-Planungsmodell, bei dem bereits nachbestellt wird, während sich die vorherige Charge noch im Transit befindet.
Eine transparente Laufzeitübersicht reduziert Stress und Notfalltransporte.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Leitfaden für den Import aus China für Anfänger
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Mit wachsendem Absatz steigen:
Bestellvolumen
Transportfrequenz
Komplexität
Empfohlene Maßnahmen:
feste Transportstrategie
Forecast-Planung
mehrere Transportoptionen
klarer Zollprozess
transparente Tracking-Struktur
Skalierung bedeutet nicht nur mehr Container – sondern stabilere Prozesse.
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Ja, besonders bei:
mittlerem Zeitdruck
begrenztem Budget
saisonalen Peaks
Rail kann bis zu 14 Tage schneller als Seefracht sein und ist deutlich günstiger als Luftfracht.
Viele Seller nutzen Bahn als strategischen Puffer zwischen zwei Seefracht-Containern.
Erfahre mehr dazu in unserem Blog: Leitfaden für den Import aus China für Anfänger
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Cashflow wird beeinflusst durch:
Incoterm-Wahl
Transportart
Fiskalverzollung
Lagerumschlag
Seefracht bindet Kapital länger, Luftfracht kürzer – ist aber teurer.
Eine abgestimmte Kombination kann Liquidität stabilisieren.
Ablauf & Service bei NOMA Logistics
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Der Ablauf ist klar strukturiert und transparent.
Sie senden uns Start- und Zielort, Volumen (CBM), Gewicht und Incoterm.
Wir prüfen verfügbare Kapazitäten und Raten.
Innerhalb von 24 Stunden erhalten Sie ein konkretes Angebot.
Nach Freigabe übernehmen wir die komplette Organisation – von der Abholung in China bis zur Zustellung in Deutschland.
Während des gesamten Transports erhalten Sie regelmäßige Status-Updates.
Unser Ziel ist es, Prozesse einfach und planbar zu gestalten – ohne unnötige Abstimmungsschleifen.
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In der Regel innerhalb von 24 Stunden.
Da wir uns auf Transporte zwischen China und Europa spezialisiert haben, greifen wir auf tagesaktuelle Raten und direkte Carrier-Kapazitäten zurück.
Gerade bei kurzfristigen Anfragen – etwa bei drohendem Out-of-Stock – ist Geschwindigkeit entscheidend.
Viele unserer Kunden schätzen die schnelle Reaktionszeit im Vergleich zu klassischen Speditionen.
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Noma Logistics ist auf China-Importe spezialisiert.
Unsere Besonderheiten:
Fokus auf See-, Bahn- und Luftfracht China–Europa
direkte Carrier-Zugänge
schnelle Angebotslegung
proaktive Dokumentenvorbereitung
persönliche Ansprechpartner
Erfahrung aus eigener Importpraxis
Wir kennen die Herausforderungen von D2C-Brands und mittelständischen Unternehmen aus eigener Erfahrung – nicht nur aus Theorie.
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Ja. Wir organisieren sowohl:
Abholung direkt beim Werk (EXW)
als auch Hafenanlieferung (FOB)
Unsere Partner in China koordinieren Vorlauf, Exportabwicklung und Terminalanlieferung.
Damit erhalten Sie eine durchgängige Lösung ohne zusätzliche Dienstleister.
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Ja.
Wir übernehmen:
Importzollabwicklung über ATLAS
ggf. Fiskalverzollung über Rotterdam
Nachlauf per LKW oder Bahn
Zustellung ins Lager oder direkt zu Amazon FBA
Sie erhalten eine Komplettlösung – nicht nur den Haupttransport.
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Nein.
Wir organisieren:
einzelne LCL-Sendungen
komplette FCL-Container
Bahnfracht
Luftfracht
Unsere Lösungen sind skalierbar – vom ersten Testimport bis zu regelmäßigen Containerverkehren.
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Ja.
Sie haben einen festen Ansprechpartner, der Ihre Sendungen kennt und erreichbar ist.
Gerade bei zeitkritischen Transporten ist direkte Kommunikation entscheidend.
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Ja.
Viele unserer Kunden sind:
Amazon-Seller
D2C-Brands
E-Commerce-Unternehmen
mittelständische Importeure
Wir kennen Themen wie:
Cashflow-Optimierung
Out-of-Stock-Vermeidung
Kombination von See-, Bahn- und Luftfracht
skalierende Lieferketten
Unsere Lösungen sind auf wachstumsorientierte Unternehmen ausgerichtet.